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«Schandwand» alle private Informationen

am 27. Juni 2012 hat 7 Kommentare

Guten Tag! Ein 18-jähriger Student an der juristischen Fakultät in Callum Haywood, hat ein echtes soziales Experiment, We Know What You’re Doing («Wir wissen, was du tust”) ins Leben gerufen. Die Website zieht die Informationen über einzelne Nutzer durch Facebook Graph API und präsentiert es der Öffentlichkeit.

Es wird nicht einfach ausgegeben, sondern nach Kategorien geordenet:

  1. eine Liste von Benutzern, die kündigen wollen, natürlich mit den entsprechenden Zitaten aus dem sozialen Netzwerk,
  2. eine Liste mit beschämenden Zitaten und Fotografien,
  3. eine Liste derjenigen, die gerade eine Marihuana zu sich nehmen oder andere Drogen gerade einnehmen, aber auch
  4. eine Liste mit Nutzern, die gerade ihre neue Telefonnummer veröffentlich haben

Der Student versucht die Aufmerksamkeit auf das Problem «private Daten» bei Facebook hinzuweisen. Viele Anwender wissen nicht, dass ihre persönlichen Informationen offen für die Öffentlichkeit gestellt werden und deren Gedanken können Milliarden von Menschen sehen. Er sagt, es seien keine gesondert verschlüsselte Informationen, sondern können durch einfaches GET, abgefragt werden:

https://graph.facebook.com/search?q=hate%20my%20boss&type=post&locale=en_GB

Nichts anderes passiert auf seiner Webseite. Die Informationen werden gefiltert, die Aktualisierung erfolgt stündlich. Sinn der dahinter steckt “Schandwand soll Informationen über Personen zeigen, die die Nutzer selbst nur ungern der Öffentlichkeit gezeigt hätten, aber in der Praxis genau das tun. Vielleicht lernen die Nutzer daraus und nutzen demnächst die Privatsphäre-Einstellungen.

Schade, dass es keine Kategorie gibt, mit diesem Nutzer von Facebook: Klick

fragezeichenMeinst du die Nutzer lernen daraus? Ich kann mir gut vorstellen, die ganze Geschichte geht nach hinten los. In Deutschland ist sowas nicht vorstellbar!

7 Kommentare

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  1. Maria sagt:
    30. Juni 2012 um 12:39 · Antworten

    Ja, der Klick ;-)

    Hmm – Eigentlich ist es ja eine nette Sache. Ich habe aber eigentlich kein Verständnis dafür, dass man über Facebook soviel schimpft. Es muss keiner zu Facebook und keiner muss seine eigenen privaten Daten dort hinterlegen. Facebook ist ein Unternehmen und auch erfolgreich. Ich verstehe Zuckerberg, wenn es ihm egal ist, dass einige im Einreden wollen, wie er seinen Laden zu führen hat. Bei der Registrierung kann man sich mal sehr viel durchlesen. Wer nicht zu Facebook möchte, der kann sich doch gerne auf einem anderen Portal anmelden oder aber es komplett sein lassen.

  2. Thommy sagt:
    1. Juli 2012 um 15:09 · Antworten

    Cool, du willst wohl das ich auch dabei bin ;)
    Ich kann da Maria nur beipflichten.

    Gruss

  3. tadon sagt:
    2. Juli 2012 um 18:26 · Antworten

    Ganz so einfach ist es ja nicht. Da (fast) alle im gesichtsbuch sind wird es schwer sich zu entziehen. Ich kenn 1-2 personen die noch nicht angemeldet sind. Die haben auch kein handy und leben recht alternativ. Das soll nicht heißen das alternative nicht auf facebook wären ;) Aber im grunde ist es stressig, buggy, da die leute aber da sind, der (momentan) einzige ort wo sich alle treffen können.

    Ich erinnere mich wie oft der chat nicht funktioniert hat, man bilder nicht ändern oder neu hochladen kann. Die app ist scheiße. Überall sammeln sie die daten und loggen alles, aber auch wirklich alles in die ewigkeit mit.

    Aber wer will schon bei 1.000 seiten angemeldet sein um mit allen kontakt zu halten. Früher war das so, dann kam facebook. Früher hatte ich mehrere messenger. Dann kam facebook. Ihr wisst worauf ich hinaus will.

    So, etwas wirr, aber denke mal nach 2x lesen verständlich :D

    • Alex Kasakow sagt: (Autor)
      2. Juli 2012 um 20:30 · Antworten

      Aber wer will schon bei 1.000 seiten angemeldet sein

      Stimmt, früher war man auf vielen verschiedenen Seiten angemeldet, heute nur Face und mir reicht es auch. Mensch, wenn die gerne Daten sammeln, sollen die ruhig machen, mich stört es nicht. Wenns nicht Facebook macht, macht es ein anderer Dienst.

  4. Oliver sagt:
    2. Juli 2012 um 22:43 · Antworten

    Das Facebook gerne und auch viele Daten sammelt ist mittlerweile doch fast jedem klar. Daher sollte man schon genau hinsehen, welche Daten man von sich preisgibt. Eine erste Möglichkeit, unangenehme Fotos zu vermeiden, ist die Markierungen zu sperren und erst durch eigene Freigabe zu veröffentlichen.

    • Alex Kasakow sagt: (Autor)
      3. Juli 2012 um 15:38 · Antworten

      Hallo Oliver. Das war das erste was ich eingerichtet habe, ich veröffentliche kaum bis gar keine Fotos. Ich habe drei Standardbilder die ich überall verwende.

      Grüße

  5. Simon sagt:
    5. Juli 2012 um 22:10 · Antworten

    Bei den Leuten, die öffentlich Job und/oder Chef beschimpfen, hakt es doch wo ganz anders: die sind in den meisten Fällen einfach strohdumm, Facebook hin oder her. Klingt hart, ist aber die Wahrheit ;-)

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